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Penderyn Fässer

Whisky Geschichte

Seit Jahrhunderten zieht sich die Kunst des Whisky Brennens durch Europa und später auch durch die USA. Trotz blutiger Steuerauseinandersetzungen in Irland und Schottland oder Prohibition in Amerika- Whisky ist und bleibt die älteste Spirituose unserer Gesellschaft.

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Benromach Destellerie
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Schottland Whisky Regionen
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Laphroaig 10 Jahre
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Destillerien in Schottland

Das Whisky Brennen in Schottland gehört dort zur Kultur, wie das Bier in Bayern. Seit tausenden von Jahren brennt man in Schottland Whisky und jede Destillerie hat ihre eigene Geschichte, welche sich im Whisky wiederfindet. Heute wurden leider einige Ursprungsdestillerien von großen Konzernen aufgekauft. Umso besonders sind Whiskys aus kleinen, traditionellen Destillerien, so wie man sie im Hotel Oberstdorf wieder findet.

Benromach

Die Benromach Whiskybrennerei liegt in Forres in der Whiskyregion Speyside in Schottland und ist seit 1983 auf der schottischen Denkmalliste. Ursprünglich wurde die Benromach Distillery Company 1898 gegründet. Leider wurde sie über die Jahre hinweg immer wieder weiterverkauft, geschlossen und wieder eröffnet. Letztendlich wurde sie 1993 von Gordon and Macphail gekauft, renoviert und wieder neu ausgestattet. 1998 erfolgte dann die offizielle Wiedereröffnung durch Prinz Charles. Eines ihrer berühmtesten Produkte ist der Benromach Organic Whisky, der aus ökologisch angebauter Gerste besteht.

Glenlivet

Die Glenlivet-Destillerie ist eigentlich schon durch ihre Lage im Tal (Glen) des Flusses Livet geadelt. Denn was die Champagne für Schaumwein ist, das ist das Livet-Tal für den Highland Scotch Whisky. Zu alle dem nennt sich dieser Whisky auch noch "Der" Glenlivet. Viele Destillerien in der näheren und weiteren Umgebung haben den Zusatz Glenlivet von "The Glenlivet" abgekupfert. Dennoch: es gibt nur diesen einen. Die typische grüne Flasche darf in keiner US-amerikanischen Bar fehlen.

Lagavulin

Die Brennerei Lagavulin liegt an der Südküste der Schottischen Insel Islay. Der Name Lagavulin bedeutet "Die Senke, wo die Mühle ist“. Dieser Whisky zählt zu den komplexesten, die es gibt.
Süße, die an Sherry erinnert, verbindet sich mit typischem Inselcharakter. Bereits der Bach, aus dem die Brennerei ihr Wasser schöpft nimmt unterwegs reichlich Torf auf. Die Lagerhäuser haben ein eigenes Pier und werden vom Meer umspült. Dort sickert ständig Salzwasser ein und die Wand zur Seeseite ist immer feucht. Dies zeigt sich deutlich im Geschmack des Whiskys wieder.

Bowmore

Mit der Gründung 1779 war die, nach der Stadt Bowmore benannte Whiskybrennerei, die erste legale Brennerei auf Islay und eine der ältesten Schottlands. Die meisten Whiskys der Brennerei werden in spanischen Sherryfässern gelagert, was ihnen einen eigenen Geschmack verleiht. Weitere Faktoren sind das benutzte Wasser des Flusses Laggan, welches durch den umgebenden Torf eine eigene Note erhält, das getorfte Gerstenmalz, sowie die Lagerung in Lagerhäusern, die bei Flut teilweise 1,5 Meter im Salzwasser stehen. Dies gibt dem Whisky eine maritim-salzige Note.

Glenmorangie

Die Glenmorangie-Destillerie ist eine der ältesten Destillerien in Schottland und liegt in Tain, einer Küstenstadt in den Northern Highlands Schottland.
Im 17. Jahrhundert war es in Schottland durchaus üblich, illegale Brennereien zu betreiben und so konnte Glenmorangie bereits um 1800 den geschätzten Single Malt Whisky aus der Familien-Destillerie nach Amerika, Italien und anderer Länder versenden. Im Jahre 1887 wurde dann offiziell die Glenmorangie Distillery Co. Ltd. gegründet.

Zu den Traditionen der Glenmorangie-Destillerie gehört, dass “16 Men Of Tain” in der Produktion arbeiten. Heute sind es selbstverständlich weitaus mehr, dennoch wird darauf Wert gelegt, diese Tradition zu erhalten. So werden nur die Mitarbeiter, die direkt in der Destillation arbeiten, auf 16 erhalten. Eine weitere Tradition sind die 5,14m hohe Brennblasen, die höchsten in ganz Schottland.
Außerdem stellen Sie die Fässer selber aus hauseigenen Wäldern her. Diese werden zunächst 4 Jahre an amerikanische Bourbon Destellerien verliehen, bevor sie dann selber benutzt werden.
Im Oktober 2004 gab die Familie McDonald ihre Anteile an die Gruppe Moët Hennessy Louis Vuitton. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Brennerei in Tain einen Marktwert von mehr als 300 Millionen Pfund Sterling.

Glenfiddich

1887 erfüllt sich William Grant mit Hilfe seiner neun Kinder und eines Steinmetzes seinen Lebenstraum und erbaut eine Destillerie, die er nach dem Nahe gelegenen Tal der Hirsche benannte: Glenfiddich. 1923 war dann Höhepunkt der Prohibition und Williams Enkel Grant Gordon übernimmt das Ruder der Familiendestillerie und überrascht die gesamte Spirituosenindustrie, indem er die Whisky-Produktion trotz Prohibition weiter steigert.

1957 gründet Charles Gordon, Williams Urenkel, eine Kupferschmiede auf dem Gelände der Destillerie. So sind die besten Handwerker ihres Fachs stets in greifbarer Nähe, um die einzigartig geformten Brennblasen von Glenfiddich zu bauen und zu unterhalten. Sein Sohn war außerdem gelernter Küfer (Fassbauer) und so konnte die Destillerie sogar ihre Fässer selber bauen.
Zunächst gab es nur Blended Whisky und umso erstaunter war die Welt, als Glenfiddich auf einmal hervorragende Single Malt Whiskys hervorbrachte. 1991 wurde erstmalig ein 50 Jahre alter Single Malt abgefüllt. Dieser aus 9 Fässern abgefüllte Whisky war eine Hommage an die neun Kinder, die den Aufbau der Destillerie ermöglichten und wurde legendär.

2001 präsentiert Glenfiddich den ältesten Single Malt Whisky der Destillerie, welcher 64 Jahre alt ist. Eine Rarität, von dem nur 61 Flaschen abgefüllt wurden. 2011 wurde der Glenfiddich Janet Sheed Roberts Reserve als teuerste Single Malt der Welt an die letzte Enkelin des Gründers William Grant versteigert. Insgesamt gab es nur 11 Flaschen davon und jede einzelne erreichte Rekordpreise.

Talisker

Die Talisker Destillerie liegt auf der Insel Skye in Schottland. Sie wurde 1831 von den Gebrüdern Hugh und Kenneth MacAskill in dem Ort Carbost am Ufer des Loch Harport gegründet.
Nach dem Tod der Brüder übernahmen mehrere Leute das Geschäft, jedoch gingen alle bankrott. Die nächsten Besitzer hatten mehr Glück. Alexander Grigor Allan und Roderick Kemp aus Aberdeen, bauten die Destillerie wieder auf1892 wurde Allan der alleinige Besitzer und nach seinem Tod gründeten die Verwalter die Talisker Distillery Co LTD, welche wenig später zur Dailuaine-Talisker Distilleries LTD fusionierte.
Im November 1960 wurde die Produktionsstätte durch ein Feuer zerstört und 2 Jahre später wieder originalgetreu aufgebaut, um den ursprünglichen Geschmack des Whiskys beizubehalten.
Bis 1972 verfügte die Brennerei noch über eine eigene Mälzerei, seitdem bezieht sie, wie die meisten schottischen Brennereien, das Malz von externen Produzenten. Heute gehört die Brennerei zu United Distillers & Vinters LTD, die seit 2002 Teil von Diageo ist.

Jonny Walker

Johnnie Walker ist die Marke eines schottischen Blend-Whiskys des Getränkekonzerns Diageo und der meistverkaufte Scotch Whisky der Welt. Allein im Jahr 2012 wurden über 170 Mio. Liter Johnnie Walker Whisky verkauft.

1852 übernahm Alexander Walker die Gemischtwarenhandlung seines Vaters und die Aufgabe des Whisky Blending. Die Reblausplage, die zwischen 1858 und 1863 fast den gesamten Bestand an französischen Weinstöcken vernichtete, kam den Walkers wie der gesamten schottischen Whiskyherstellung in dieser Zeit zugute. Der bis dahin viel getrunkene Cognac, aber auch Wein und Brandy, wurden durch diese Plage deutlich teurer.
1860 wurde ein neues Gesetz erlassen, das es erstmals ermöglichte, neben Malt Whiskys auch Grain Whiskys zum Blenden zu verwenden. Die neuen Geschmackssorten halfen den Verkauf zu erweitern.

Als Alexander Walker im Jahr 1889 starb, übernahmen seine Söhne George Paterson Walker und Alexander Walker II. gemeinsam die Geschäftsleitung. Während dieser Zeit erwarb das Unternehmen etliche schottische Destillerien, so unter anderem 1894 Cardhu und 1916 Talisker.1925 vereinigten sich die 1877 gegründete Distillers Company Ltd. (D.C.L.) mit John Walker & Sons. Seit 2002 gehört dieser Konzern zu Diageo.

Dalwhinnie

Die Dalwhinnie-Destillerie liegt in der Stadt Dalwhinnie in Schottland. 1897 wurde Dalwhinnie von John Grant, George Sellar und Alexander Mackenzie unter dem Namen "Strathspey" gegründet und die Produktion begann dann im Feburar 1898.

Schon nach ein paar Monaten gerieten die drei aber in finanzielle Probleme, und im November 1898 übernahmen John Sommerville & Co. sowie A P Blyth & Sons die Brennerei. Sie benannten sie in Dalwhinnie um. 1905 erwarben Cook & Bernheimer, damals Amerikas größte Destiller, Dalwhinnie in einer Auktion. Dies war das erste Mal, dass eine ausländische Gesellschaft in den Besitz einer schottischen Brennerei gelangte. Im Februar 1934 zerstörte ein großes Feuer Dalwhinnie fast vollständig. Die Brennerei wurde erst 1938 wieder in Betrieb genommen.1991 wurde ein Besucherzentrum gebaut. Von 1992 bis zu ihrer Wiedereröffnung im März 1995 wurde die Brennerei für 3,2 Millionen Pfund renoviert und blieb während dieser Zeit geschlossen. Heute gehört sie zum Diageo Konzern.

Laphroaig

Die Destillerie liegt in einer kleinen, naturbelassenen Bucht auf der schottischen Hebriden-Insel Islay. 1815 wurde Sie offiziell von den Brüdern Donald & Alex Johnston gegründet. Ursprünglich war es eine Farm-Brennerei für den Eigenbedarf.

Schon der Vater und Gründer, John, errichtete eine der beiden illegalen Brennereien, aus denen später Lagavulin wurde. Das Wasser für die Herstellung stammte aus dem Sanaig Burn, welcher damals auch Laphroaig als Wasserquelle diente. Die Brennerei blieb bis 1954 in Familienbesitz.
Der letzte aus dem Johnston Clan, Ian Hunter, hinterließ die Firma seiner Sekretärin Bessie Williamson. Diese verkaufte 1967 an Long John Distillers, führte die Destille aber weiter, bis sie sich 1972 zur Ruhe setzte. Seit 1994 gehört Laphroaig als Single-Malt-Whisky zu den Hoflieferanten des Prince of Wales.

Nach der Übernahme von Pernod Ricard, wurde Beam Global Spirits & Wine der Eigentümer der Destillerie. Ende April 2014 jedoch, schloss der japanische Getränkekonzern Suntory die Übernahme von Beam Global ab. Seitdem zählt Laphroaig zum Portfolio von Suntory.

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