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Das 20. Jahrhundert hat die finnische Sauna stärker verändert als die Jahrhunderte vorher. Zu Anfang, ungefähr zur Zeit als Cäsar die Gallier schlug, war eine Sauna vermutlich eine Erdhöhle. Später erst wurden für sie Hütten gebaut. Meist standen sie allein im Wald, Strandsaunen scheinen eine spätere Entwicklung zu sein.
Die Beheizung erfolgte noch Anfang des 20. Jahrhunderts nach Savusauna-Weise. Erst Mitte des Jahrhunderts setzte sich ein gusseiserner Ofen durch, in dem der Rauch immer noch durch die Steine zog, aber danach durch einen Schornstein ins Freie geleitet wurde. Nach Erlöschen des Feuers wurde der Rauchabzug geschlossen, um die Hitze zu halten, und oberhalb der Steine eine Klappe geöffnet, durch die das Wasser zur Dampferzeugung geworfen wurde. Die elektrische Sauna ist ein Kind der 1970er Jahre und heute in den Städten vorherrschend. Kein Holzverbrauch, keine Asche, kein Rauch, kein Ruß, also eine sehr saubere Sache
Niemand sollte in der Sauna deshalb sitzen bleiben, weil ein anderer es noch aushält. Wenn es unangenehm heiß wird sollte man erst versuchen, sich mit Wasser zu befeuchten. Deshalb ist anzuraten vor der Sauna zu duschen bzw. schwimmen und die Haare nass zu machen. Schwitzen ist gesund, wenn man gesund ist. Wer sich krank fühlt, bleibt lieber draußen. Wem es auf der höchsten Pritsche zu heiß ist, setzt sich etwas tiefer. Die Damen haben es lieber milde, zwischen 70 bis 90 Grad ist das Optimum. Unter 70 Grad haben wir es eher mit türkischen Dampfbädern zu tun.
Nach 10 bis 15 Minuten ist es sowieso an der Zeit, sich nach draußen zu begeben und sich im Solebecken, im Schnee oder in der kalten Dusche abzukühlen und etwas zu trinken. Wenn es einem dann kühl wird, geht man wieder zurück in den Schwitzraum. Auch eine einzige Runde kann schon reichen.