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Genießen Sie die wohltuende Wärme, atmen Sie den Duft der verschiedenen Kräuter und geben Sie sich einfach der besonderen
Atmosphäre hin.
In einem quadratischen sind hölzerne Einzelsitze und Sitzbänke, welche von unten erwärmt werden, angeordnet. Hier nehmen Sie Platz und stellen sich auf eine längere Badezeit ein.
Der beheizte Fußboden ist mit Tannenzweigen ausgelegt. Der spezielle Badeofen ist in der Raummitte angeordnet. Dort werden echte Kräuter bedampft und der aufsteigende Kräuterdampf durchdringt knapp unterhalb der Raumdecke den so genannten "Tschurtschenkorb", einen Metallkorb, der mit Koniferenzweigen und Tannenzapfen gefüllt ist. Die Kräuterdampfschübe erfolgen automatisch in kurzen Zeitintervallen. Mechanisch wird der Kräuterdunst, welcher sich an der Decke ansammelt, über die Seitenwände nach unten gedrückt und gerät so mit wohltuender Wirkung an Ihren Rücken.
Um das Flachsbad zu verstehen, sollten Sie sich zeitlich in das späte Mittelalter zurückversetzen. Im aufkommenden 18. Jahrhundert war es besonders im alpinen Raum, aber auch im Alpenvorland üblich, dass beinahe jedem größeren Gehöft ein Badehäusel mit dem Flachsbad angeschlossen war. Wegen der Feuergefahr durch das Beheizen war es allerdings Vorschrift, das Flachsbad etwas abseits vom Hofe zu bauen. Im Wesentlichen wurde damals das Flachsbad am Abend vor den damals noch zahlreichen kirchlichen Festtagen genossen. Über die körperliche Reinigung hinausgehend konnte man sich damals vorstellen, dass mit der Reinigung auch böse Gedanken von Geist und Körper des Badenden abgestoßen wurden, "Von Sünden reinwaschen".